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Offener Dialog mit den Teilnehmenden

Rückblick auf die Informationsveranstaltung zur geplanten Fusion der Pastoralen Räume Tholey und St. Wendel
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Datum:
30. Sept. 2026
Von:
Susanne Zöhler
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Am 12. September begrüßte das Leitungsteam des Pastoralen Raums Tholey die Gremien sowie die Delegierten der Orte von Kirche zu einer Informationsveranstaltung im Pfarrheim Alsweiler.

Ziel war es, über die geplante Fusion der Pastoralen Räume Tholey und St. Wendel zu informieren, einen gemeinsamen Wissensstand zu schaffen und Raum für Fragen, Rückmeldungen sowie erste Einschätzungen zu geben. Die Leitungsteams der Pastoralen Räume Tholey und St. Wendel hatten dem Bischof vorgeschlagen, einen Zusammenschluss der beiden Pastoralen Räume zu prüfen. Der Bischof hat diesen Vorschlag aufgegriffen und plant im Rahmen seiner Willensbildung ein förmliches Anhörungsverfahren einzuleiten.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Susanne Zöhler die rund 50 Anwesenden und erläuterte die Ziele des Vormittags. „Heute geht es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, offene Fragen zu klären, Unsicherheiten abzubauen und ein möglichst klares Bild von den weiteren Perspektiven zu gewinnen.“

Den geistlichen Impuls gestaltete Sebastian Leinenbach mit einem Gebet, das an das Synodengebet des Bistums Trier angelehnt war. Dabei wurde um den Beistand des Heiligen Geistes für die anstehenden Beratungen gebetet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Anliegen und Erwartungen der ehrenamtlich Engagierten. Unter der Moderation von Karin Müller-Bauer von der Fachgruppe Organisationsberatung des Bischöflichen Generalvikariats wurden die wichtigsten Fragen und Sorgen der Teilnehmenden gesammelt und priorisiert. Die höchste Priorität erhielt die Frage: „Wie können wir gute Wege in die Zukunft finden?“ Ebenso beschäftigten die Teilnehmenden die Fragen „Warum eine Fusion?“ und „Warum jetzt beziehungsweise warum so schnell?“.

Darüber hinaus wurde die Sorge geäußert, dass die Kirche durch immer größere Strukturen weiter an Nähe zu den Menschen verlieren könnte und sich dies auch auf das ehrenamtliche Engagement vor Ort auswirken würde.

Die anschließende Aussprache war von einem offenen und sachlichen Austausch geprägt. Die zahlreichen Wortmeldungen machten deutlich, dass die Teilnehmenden die Entwicklung der Kirche in der Region aufmerksam begleiten und sich aktiv in den Prozess einbringen möchten.

So erklärte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Am Schaumberg Christi Himmelfahrt, Benedikt Groß: „Wenn die Räume immer größer werden, besteht die Gefahr, dass genau jene Nähe verloren geht, die pastorale Arbeit eigentlich auszeichnen sollte.“ In den Beiträgen wurde sowohl der Wunsch nach zukunftsfähigen Strukturen als auch nach einer Kirche deutlich, die nahe bei den Menschen bleibt.

Zugleich hoben die ehrenamtlich Engagierten hervor, dass sich seit der Gründung des Pastoralen Raums Tholey eine gemeinsame Identität entwickelt habe und zahlreiche positive Entwicklungen angestoßen sowie umgesetzt worden seien.

Über die Rahmenbedingungen und den Ablauf des Anhörungsverfahrens informierten Christian Heckmann, Leiter des Bereichs Organisation und Digitalisierung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, sowie Dr. Thorsten Hoffmann, Leiter der Abteilung Ausbildung und Personalentwicklung. Sie erläuterten die organisatorischen, personellen und pastoralen Fragestellungen, die mit einer möglichen Fusion verbunden sind, und standen den Teilnehmenden für Fragen zur Verfügung.

In seinen Erläuterungen machte das Leitungsteam deutlich, dass mögliche Veränderungen vor allem die Ebene eines zukünftigen Pastoralen Raumes betreffen würden. Die Arbeit der Gremien in den Kirchengemeinden und Pfarreien wäre von einer Fusion nicht betroffen. Alle gewählten Gremien auf dieser Ebene blieben unverändert bestehen. Die Kirchengemeinden würden weiterhin als eigenständige Rechtsträger über ihre Haushalte und Gebäude entscheiden. Auch die Pfarreien und Orte von Kirche blieben weiterhin wichtige Träger kirchlichen Lebens. Das ehrenamtliche Engagement werde dabei auch künftig eine zentrale Rolle spielen.

Zum Abschluss bedankte sich das Leitungsteam bei den Teilnehmenden und den Gästen. Es würdigte die Offenheit der Gespräche und den kritischen, zugleich respektvollen Austausch in einer wertschätzenden Atmosphäre. Diese Haltung bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Gestaltung kirchlichen Lebens in der Region.