Allerheiligen und Allerseelen


Zu Beginn des Monats November, wenn die herbstliche Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht und die Natur sich dementsprechend verändert hat, feiert die Kirche an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das Hochfest Allerheiligen und den Allerseelentag. Beide Feste sind für die Liturgie, aber auch für das Brauchtum von großer Bedeutung.
An Allerheiligen schenken wir unsere ganze Aufmerksamkeit dem Zeugnis der ungezählten Heiligen, die nach einem gläubigen und glaubwürdigen Leben ihr Ziel erreicht haben und in der Gemeinschaft mit Gott, in dessen Reich des Friedens und der Gerechtigkeit, ewig leben dürfen. Es ist ein großer Tag der Hoffnung für alle Christen, weil uns sozusagen unser Ziel vor Augen geführt wird und wir daran erinnert werden, dass wir nach unserem irdischen Leben und Sterben bestimmt sind zu diesem neuen und unendlichen Leben in Fülle.
Die Heiligen –unabhängig davon, ob sie offiziell heiliggesprochen sind oder nicht– sind uns gute Wegbegleiter und Fürsprecher auf dem Weg dorthin.
Im Festhochamt am 1. November in Marpingen werden in diesem Jahr die sechs Heiligenfiguren im Altaraum aufgestellt und feierlich eingesegnet, die schon vor einiger Zeit restauriert worden sind und wieder ihren ursprünglichen Platz an den Säulen der Kirche erhalten sollen.
Am darauffolgenden Allerseelentag feiern wir in Alsweiler, Marpingen und Urexweiler die Messe für die Verstorbenen, das sogenannte „Requiem“. Das lateinische Wort bezeichnet die ewige Ruhe, oder vielleicht besser gesagt das ewige Leben, das wir in diesem Gottesdienst für alle unsere Verstorbenen erbitten. Besonders in den Fokus rücken die Verstorbenen des letzten Jahres, die seit Allerseelen 2025 von uns gegangen sind. Ihre Namen werden vorgelesen, und für jede und jeden wird symbolisch am Altar ein Licht entzündet (in Berschweiler findet diese Symbolhandlung bereits an Allerheiligen um 08.45 Uhr in der Messe statt.).
In diesem Jahr möchten wir ausdrücklich und ganz besonders die Familien dieser Verstorbenen des letzten Jahres einladen: jedes Licht, das auf dem Altar entzündet wird und während der Messe für den Verstorbenen brennt, ist als Grabkerze verwendbar und kann von der Familie mitgenommen und auf dem Friedhof aufgestellt werden.
Dieser Brauch, der in Urexweiler bereits seit vielen Jahren üblich ist, stellt eine sehr schöne Verbindung zwischen Gottesdienst und Friedhofsbesuch dar und unterstreicht unsere österliche Hoffnung auf die Auferstehung.
Wir wünschen Ihnen für diese bevorstehenden Tage von Herzen Gottes Segen, laden Sie ganz herzlich zu den Gottesdiensten ein und würden uns sehr freuen, wenn die trauernden Familien die Kerzen auf den Gräbern ihrer Angehörigen aufstellen würden.
Ihr Pastor Volker Teklik
